Betroffene von Zwangsarbeit unterstützen
Kollektenbitte
contra bittet um Ihre Unterstützung. Immer wieder melden sich bei uns Betroffene von Zwangsarbeit, die massiv ausgebeutet werden. Sie wollen sich aus den Ausbeutungsstrukturen lösen, haben aber nicht die nötigen Ressourcen dafür. Mit Ihrer Kollekte können wir Nothilfe und Beratung leisten.
Frauenwerk der Nordkirche
Claudia Rabe
- Telefon
- +49 431 55779-190
- contra@frauenwerk.nordkirche.de
Kollektenzweck
Zwangsarbeit ist eine Form der modernen Sklaverei, sie existiert auch in Deutschland und auf dem Gebiet der Nordkirche. Leidtragende sind Frauen, Männer, Jugendliche aus der ganzen Welt. Sie arbeiten meist stark isoliert in den unterschiedlichsten Branchen: in der Gastronomie, Landwirtschaft, Industrie, Hotellerie, Hauswirtschaft und Pflege oder als Au-Pair. Viele der Ratsuchenden werden über das Internet, durch Social Media oder offiziell erscheinende Agenturen unter falschen Versprechungen nach Deutschland angeworben. Manchmal erhalten sie kaum Lohn, manchmal gar keinen. Manchmal schuften sie pausenlos in gefährlichen Arbeitsumgebungen. Nicht selten werden ihre Dokumente einbehalten oder sie erfahren erst nach Monaten , dass ihre Arbeit gar nicht offiziell angemeldet wurde. Die Menschen haben oft wenig Möglichkeiten, Hilfe zu finden. Hier wollen die Beraterinnen im Workers-Projekt ansetzen: Ziel ist es, Betroffene aufzuklären und mit intensiver Beratung und Nothilfe zu begleiten. Dies ist derzeit in der Landesförderung von contra nicht abgedeckt und es fehlen die Mittel dafür. Mit Ihrer Unterstützung entsteht mehr Beratung, mehr Nothilfe und eine bessere Unterbringung. Betroffene werden unterstützt, die Ausbeutungssituation aktiv zu verlassen, zur Ruhe zu kommen und durchzuatmen, sich zu sortieren und eine neue Zukunftsperspektive zu entwickeln.
Abkündigung
Die heutige Kollekte ist bestimmt für Menschen, die von Zwangsarbeit betroffen sind. Mitten unter uns, auf dem Gebiet der Nordkirche schuften tagtäglich Menschen, die um ihren Lohn geprellt werden, die mit falschen Versprechungen angelockt, isoliert und vertröstet werden. Für sie hat die Fachstelle contra ein Projekt ins Leben gerufen: Workers_SH. Damit sollen Menschen unterstützt werden, ihre Zwangssituation verlassen zu können. Workers informiert und berät in allen Sprachen, leistet Nothilfen und Unterbringung. Das kann Betroffenen helfen, zur Ruhe zu kommen und durchzuatmen, sich zu sortieren und ihre Rechte wahrzunehmen, um dann eine neue Zukunftsperspektive zu entwickeln.
Fürbitte
Öffne uns die Augen für Menschen, die ausgebeutet und ausgepresst werden, mitten unter uns. Die ihr Leben in ausbeuterischer Arbeit verbringen und unsichtbar für uns arbeiten, rackern und schuften. Gib ihnen die Kraft, nach Hilfe zu suchen und Hilfe zu finden, bei uns, bei contra, an Orten, wo Menschen sich die Nöte anderer Menschen anhören. Und dann öffne uns das Herz, dass sie Hilfe und Schutz bekommen, Beratung finden, ihre Rechte durchsetzen können. Lass uns im Alltag daran denken, dass viele Reichtümer dieser Gesellschaft zulasten ausgebeuteter und versklavter Menschen vermehrt werden. Lass unsere Hand den Betroffenen reichen und lass unser Bewusstsein wachsen für diese Ungerechtigkeit. Lass uns aktiv werden, um eine gerechte Gesellschaft zu sein.